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Rathaus Westfront (© Medienagentur Donath : Donath )

Was erledige ich wo?

Ausgangsbeschränkungen wegen Corona in der Stadt Bad Wörishofen und erste Erfahrungen

Am vergangenen Freitag verkündete Ministerpräsident Söder auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes eine weitere Stufe, um den Anstieg der Infektionen mit dem Corona-Virus zu bremsen. Im Freistaat Bayern gelten jetzt die nächsten 14 Tage vorläufige Ausgangsbeschränkungen

Erster Bürgermeister Paul Gruschka appelliert dringend Kontakte zu Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Er appelliert ebenso dringend, die eigene Wohnung nur in den zugelassenen Fällen zu verlassen.
Gruschka sieht in dem Anstieg der Ansteckungen und der Todesfälle die große Gefahr, dass die Bekämpfung der Ansteckungen mit dem Coronavirus immer schwerer wird und immer länger dauert. Es droht ein massives Ausgangsverbot, wenn die jetzigen milderen Ausgangsbeschränkungen nicht eingehalten werden. Gruschka bittet alle Wörishofer zu helfen, damit die bisherigen Maßnahmen greifen: „Helfen Sie bitte mit besonders die Risikogruppe der älteren Menschen zu schützen, denn bei Ihnen droht Lebensgefahr. Auch Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sind lebensbedrohlich gefährdet. Von jeder Altersgruppe ist jetzt Einsicht und Solidarität gefragt. Also von Jung und Alt.“
Gruschka erfuhr am Freitagabend, dass es am Freitagnachmittag bei einzelnen Märkten trotz oder wegen der ab 24:00 Uhr bevorstehenden Ausgangsbeschränkungen zu einem Ansturm von Käufern gekommen sei. Dies löste bei einer Bürgerin mit medizinischen Kenntnissen große Sorgen aus. Gruschkas Besuche und Nachfragen gleich am Samstagmorgen bei mehreren zulässig geöffneten Lebensmittelläden, Apotheken usw. ergab, dass sich am Samstag die Kunden zum ganz überwiegenden Teil an die Einhaltung der Abstände hielten. Die Dienstleister, die offen haben durften, waren auch gut vorbereitet und die Mitarbeiter geschult. Es gab Hinweisschilder mit dem Hinweis den Abstand von 1,5 m zu wahren. Trennscheiben an der Kasse. Die Dienstleister mit kleinen Räumen achteten darauf, dass nicht zu viele Menschen ihr Geschäft betraten. Auch bei den Märkten hatte sich am Samstag die Lage entspannt. Die meisten Kunden zeigten Verständnis. Nur ganz wenige Kunden murrten und schienen den Ernst der Lage nicht einsehen zu wollen. Die meisten Kunden waren freundlich und Gruschka hatte den Eindruck, dass eine Grundstimmung wahrnehmbar war eigene Einschränkungen hinzunehmen, um Corona zu besiegen. Er dankt allen recht herzlich hierfür.

Untersagt sind jetzt auch Gastronomiebetriebe.
Untersagt sind jetzt auch z. B. Besuche von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Altenheime und Seniorenresidenzen.
Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.
Triftige Gründe sind zum Beispiel:
- Ausübung des Berufs
- Arzt- und Tierarztbesuch, Blutspenden, Besuch bei Angehörigen helfender Berufe soweit dringend erforderlich
- Versorgung mit den Gegenständen des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel, Getränke, Tierbedarf, Brief- und Versandhandel, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Banken und Geldautomaten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und die Abgabe von Briefwahlunterlagen)
- Sport oder Bewegung an der frischen Luft, allerdings nur allein oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes (Untersagt ist jede GRUPPENBILDUNG!)
Die Allgemeinverfügung „Ausgangsbeschränkung“ regelt noch weitere Einzelheiten, die mit dieser Zusammenfassung nicht dargestellt werden können. Gruschka bittet diese der Bekanntmachung des Bay. Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 20.03.2020, AZ. Z6a-G8000-2020/122-98 zu entnehmen.
Bei Fragen steht Ihnen auch gerne die Rathausverwaltung zur Verfügung. Trotz Krisenmodus gelten noch unsere allgemeinen Telefonnummern.

Details

Datum: 31.07.20

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