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Rathaus Westfront (© Medienagentur Donath : Donath )

Was erledige ich wo?

Wildernde Hunde

In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden im Ordnungsamt über wildernde und freilaufende Hunde. Spaziergänger berichten von nicht angeleinten Hunden, die nicht mehr auf die Rufe des „Herrchens“ oder Frauchens“ reagieren würden, Jagdpächter zeigen Fotos von gerissenem Wild, das teilweise qualvoll verendete. Sehr oft werden auch tragende Rehgeißen das Opfer der Hunde.
Für die städtischen Grünanlagen ist die Regelung noch relativ überschaubar: Hunde müssen hier an die Leine, diese darf höchstens fünf Meter lang sein. Auf Spielplätzen herrscht grundsätzlich Hundeverbot. Sollte der Hund in den Grünanlagen sein Geschäft verrichten, so ist dieses umgehend zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Landwirtschaftliche Grünflächen sind für das Geschäft der Hunde ebenfalls tabu, Hundekot kann wegen der Übertragung von Parasiten für Kühe tödlich sein.
Die Person, die einen Hund führt, muss jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen. Der letzte Punkt wird oft nicht beachtet, wenn Kinder mit einem großen Hund Gassi gehen.
Für Hunde besteht sowohl im Wald als auch in der Landschaft außerhalb der städtischen Grünanlagen zunächst einmal kein Leinenzwang. Einschränkungen und Sondervorschriften gibt es für das Betreten von Landschafts- und Naturschutzgebieten, so zum Beispiel die Wertachauen. Der Hundehalter ist grundsätzlich für seinen Hund und damit auch für dessen Aufsicht verantwortlich. Es darf nicht sein, dass Hunde wildern, sprich anfangen, etwa Rehe, Hasen, Füchse oder anderes Wild zu hetzen oder den Tieren hinterher zu rennen. Daraus folgt im Umkehrschluss, dass Hunde dort, wo sich erfahrungsgemäß das Wild aufhält, wie z.B. im Wald, in Anpflanzungen oder Feldrainen, an die Leine genommen werden sollten, da es dem natürlichen Jagdtrieb eines Hundes entspricht, Wild zu hetzen und es kaum einen Hund gibt, der sich von einer aufgenommenen Fährte wieder abrufen lässt. Nach dem Bayerischen Jagdgesetz ist es eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße belegt werden kann, wenn der Hundebesitzer seinen Hund in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt frei laufen lässt. Dies bedeutet nun aber nicht, dass Hunde immer und überall angeleint sein müssen. Vielmehr muss der Hundeführer stets die tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit und Kontrolle über seinen Hund haben, wie es offiziell heißt. Lässt er etwa zu, dass der unangeleinte, aber sonst folgsame Hund in eine dichte Schonung läuft und sich so seinen Blicken entzieht, so steht der Hund juristisch nicht mehr unter der Einwirkung seines Herrchens oder Frauchens.
Grundsätzlich hat jeder Jäger das Recht, einen wildernden Hund zu erschießen, doch dies wird kein Jäger gerne tun.
Im Interesse der vielen Spaziergänger, die in und um die Kneippstadt unterwegs sind, sollte auch hier darauf geachtet werden, dass die Hunde nicht unkontrolliert auf fremde Personen zuspringen. Selbst wenn der Hund nach Ansicht seiner Besitzer „nur spielen“ will, ist es nicht jedermanns Sache, von einem Hund unvermittelt angegangen zu werden. Bei gegenseitiger Rücksichtnahme und dem entsprechenden Verständnis für die Natur sollten das Miteinander von Wild, Hund und Mensch eigentlich klappen.

Details

Datum: 29.05.17

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