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Rathaus Westfront (© Medienagentur Donath : Donath )

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Der „Baum des Jahres“ 2017

Seit dem Jahr 1989 erweitert der Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten regelmäßig die Allee der Jahresbäume im Erholungswald der Kneippstadt um den jeweiligen „Baum des Jahres“. In diesem Jahr findet die Aktion bereits zum 29. Mal statt.
Seit 29 Jahren wird der Baum des Jahres bundesweit von der „Baum des Jahres“-Stiftung ausgerufen; Bad Wörishofen war von Anfang an dabei. Meist sind es Baumarten, die in ihrem Bestand bedroht oder deren typische Lebensräume gefährdet sind. Alle Bäume, die seit Ende der 80er Jahre zum Baum des Jahres erkoren wurden, wurden in der Kneippstadt in der „Allee der Jahresbäume“ jeweils in kleinen Gruppen angepflanzt. Die Allee ist heute ein wichtiger Bestandteil des einmaligen Kneipp-Waldweges auf dem Gemeindegebiet der Stadt Bad Wörishofen.
Der Kneipp-Waldweg ist einer der beliebtesten Wanderwege der Kneippstadt. Derzeit kann der Wanderer auf dem 10,4 Kilometer langen Rundweg 41 Themenstationen mit
64 Unterstationen (mit der Fichte ist heuer wieder eine dazugekommen), also über 100 Zielpunkte, zu Fuß oder per Rad erleben. Ganz im Sinne von Pfarrer Kneipp kann man auf dem Kneipp-Waldweg auch an drei Kneippanlagen Wassertreten: am Wörthbach, an der Bewegungsinsel, unserem Fitnessstudio im Freien, sowie beim Versunkenen Schloss, wo auch ein Armbecken steht.

Baumpflanzaktion am Dienstag, 25. April

Die Pflanzaktion zum „Baum des Jahres 2017“ findet am Dienstag, 25. April 2017 ab 09.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz Hinterhartenthal an der Ortsverbindungsstraße Hartenthal-Osterlauchdorf.

Neben Vertretern aus Politik, den Staatsforstbetrieben, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie den Kindern des Kindergarten Gartenstadt, die die Veranstaltung musikalisch umrahmen, wird auch der ehemalige Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Staatsminister a.D. Josef Miller, an der Aktion teilnehmen. Darüber hinaus sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

Der „Baum des Jahres 2017“ ist die Fichte

Die Fichte (Picea abies) ist der Baum des Jahres 2017. Die gewöhnliche Fichte (Picea abies) wird auch Gemeine oder Europäische Fichte genannt. Regional, vor allem in Süddeutschland und in den Alpenländern, trägt sie auch den botanisch nicht ganz korrekten Namen Rottanne. Sie ist die einzige in Deutschland natürlich vorkommende Fichtenart.
Früher wurde das Harz der Fichte zur Herstellung von Lacken, Terpentin oder Kolophonium genutzt. Besonders gut eignete es sich für die Produktion von sogenanntem Brauerpech. Damit wurden Bierfässer von innen vollständig versiegelt, damit das gelagerte Bier nicht durch den Kontakt mit dem Eichenholz geschmacklich beeinträchtigt wurde.
Die Rinde der Fichte enthält relativ viel Gerbsäure und wurde daher früher bei der Lederherstellung eingesetzt. Die Nadeln der Fichten enthalten ätherische Öle, die bakterizid wirken. Sie werden bei Atemwegserkrankungen verwendet. Als Badezusatz wirken sie durchblutungsfördernd.
Die Fichte gehört auch zu den wesentlichen Lieferanten von Waldhonig. Der stammt von Honigtau ausscheidenden Schild- und Rindenläusen, die in manchen Jahren in großer Zahl während der Austriebszeit der Fichte die dann sehr zuckerhaltigen Leitungsbahnen anzapfen. Die Bienen sammeln diesen Honigtau ein und verarbeiten ihn weiter zu einem hell- bis dunkelbraunen Honig.
Die alpinen Bergwälder, in denen die Fichte ja meist die dominierende, oft auch die einzige Waldbaumart ist, sind der beste und auch der kostengünstigste Lawinenschutz. Auf bewaldeten Hangflächen können kaum Lawinen entstehen. Brechen allerdings Lawinen oberhalb der Baumgrenze los, dann können diese Schutzwälder sie nicht aufhalten, ohne dabei zerstört zu werden.

Details

Datum: 07.04.17

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